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Schloss Kossenblatt

Schloss und Park Kossenblatt liegen auf einer ca. 28 Hektar großen sumpfigen Spreeinsel am südöstlichen Rand des Naturparks Dahme-Heideseen. Bereits 1208 wird an dieser Stelle eine mittelalterliche Grenzburg erwähnt, die mit Wartturm und Doppelwallanlagen auf einer künstlichen Geländeaufschüttung liegt.

 

Das Schloss wird 1701 bis 1704 im Auftrag des Reichsgrafen Hans Albrecht von Barfus als repräsentativer Landsitz geplant und nach dessen Tod 1704 bis 1712 durch seine Witwe Reichsgräfin Eleonore von Barfus, geb. Gräfin von Dönhoff, als barocke Dreiflügelanlage französischer Stilprägung errichtet, 1736 durch König Friedrich Wilhelm I. von Preußen ("Soldatenkönig") erworben und bis 1740 als Königliches Residenzschloss genutzt.

 

Nach 123 Jahren Leerstand werden Schloss und Park durch Verkauf privatisiert und bis 1945 durch die Kossenblatter Gutsherren als Wohnschloss genutzt. Nach Kriegsende bis 1947 dient das Schloss der Roten Armee als Quartier und Kommandantur, danach als Unterkunft für Umsiedlerfamilien, Kindergarten und Maschinen-Reparaturstützpunkt. Ab 1959 erfolgen erste Sicherungsarbeiten an dem inzwischen stark verfallenen Gebäude und zwischen 1962 und 1967 Umbau und Instandsetzung als Zentralstelle für Reprografie (ZfR) der Staatlichen Archivverwaltung im Ministerium des Inneren der DDR. Nach Auflösung der ZfR wird die Anlage 1990 in die Treuhand-Liegenschaftsgesellschaft überführt, die das Schloss an einen reprografischen Gewerbebetrieb verpachtet. Von 1997 bis 2011 sind Schloss und Park Eigentum der Gemeinde Kossenblatt, danach folgen verschiedene Privateigentümer. Seit 2023 wird auf der Grundlage historischer Bauforschungen die schrittweise Instandsetzung durchgeführt und eine kulturelle Nutzungskonzeption entwickelt.

  

Innenhof des Schloss Kossenblatt

Giebelfeld am Schloss Kossenblatt

Wappenschild am Schloss Kossenblatt

 

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